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Altbau

Als Altbau wird ein Wohngebäude vor allem dann bezeichnet, wenn es der üblichen Bauweise innerhalb einer bestimmten Zeitperiode entspricht. Heute ist vor allem die Zeit bis zum Zweiten Weltkrieg gemeint, in der typischerweise Mauerwerkswände, Holzbalkendecken und Kastenfenster verwendet wurden. Mit Beginn der Ausführung von Betonwänden und -decken sowie Verbund- und Isolierglasfenstern endet im Allgemeinen die Altbau-Ära, der Zeitpunkt wird in Deutschland meist auf das Jahr 1949 datiert. Derart definiert und verwendet wird der Begriff zum Beispiel auch im Berliner Mietspiegel. Ein Kriterium, das gerne als typisch für einen Gründerzeitaltbau genannt wird, ist die lichte Raumhöhe von mehr als drei Metern. Der Begriff Altbau steht im Gegensatz zum Begriff des Neubaus.


Aufsparrendämmung

Unter einer Aufsparrendämmung versteht man die Dämmung oberhalb bzw. auf den Sparren eines Schrägdaches. Sie gilt damit als wärmebrückenarme Dachdämmung, weil sie die Wärmebrücke Holz wirksam überbrückt. Der Vorteil der Aufsparrendämmung besteht darin, dass eine lückenlose, geschlossene Dämmschicht ermöglicht wird. Nachteilig ist die meist konstruktiv bedingte geringere Dämmschichtstärke. Zudem ist ohne den Einsatz von Hilfskonstruktionen die Verwendung von druckbelastbaren Dämmstoffen erforderlich. Die Herstellung der Luftdichtheit stellt zudem hohe Anforderungen an die Ausführungsqualität. Aufsparrendämmungen werden eingesetzt, wenn das Dach komplett, d. h. bis in den First ausgebaut und beheizt wird und die Sparren bzw. die Dachstuhlkonstruktion sichtbar bleiben sollen.


Außendämmung

Als Außendämmung wird eine Dämmung bezeichnet, die außen an der Fassade angebracht wird. Für den nötigen Witterungsschutz sorgen Putzschichten oder andere wetter- und windabweisende Schichten. Geeignet für die Außen- bzw. Fassadendämmung sind nahezu alle Fassadendämmplatten oder -matten aus Kork, Polystyrol, PUR, Mineralwolle, Holzfaser etc. Häufig werden auch komplette Wärmedämmverbundsysteme verwendet. EPS- und PUR-Dämmplatten haben einen hohen Dampfdiffusionswiderstand, Dämmstoffe aus Mineralwolle sind hingegen eher diffusionsoffen. Es ist darauf zu achten, dass anfallendes Kondensat im Sommer wieder abtrocknen kann. Im Vergleich zur Innendämmung oder Kerndämmung bringt die Außendämmung viele Vorteile mit sich. Wenn möglich, sollte deshalb von außen gedämmt werden. Da bei der Außendämmung die massive Wand auf der warmen Innenseite liegt, ist man vor Schäden durch Tauwasserbildung in der Regel sicher. Und sollte die Heizung ausfallen, bleibt das Gebäude länger warm. Fensterbänke, Außentür- und Fensterlaibungen können in die Dämmung mit einbezogen werden. Bestehende Wärmebrücken lassen sich so weitgehend beseitigen.


Beplankung

Die Beplankung ist ein flächiges Tragelement konstanter Dicke und kommt beispielsweise beim Fertighausbau zum Einsatz. Sie kann aus einer oder mehreren Platten – z. B. aus Gipskarton oder Gipsfaser – bestehen und auch mittragend sein. Die Beplankung ist aussteifend, wenn sie zur Knick- und/oder Kippaussteifung der Rippen dienen soll. Die aussteifende Wirkung muss nicht in jedem Fall rechnerisch nachgewiesen werden.


Blauer Engel Auszeichnung

ISOVER Dämmstoffe aus Mineralwolle für die Innenanwendung tragen den Blauen Engel „Schützt Umwelt und Gesundheit, weil emissionsarm“. Sie tragen diese Auszeichnung, weil sie über die gesetzlichen Bestimmungen hinaus schadstoffarm und in der Wohnumwelt gesundheitlich unbedenklich sind.


Brandschutz

Zum Brandschutz gehören Maßnahmen zur Brandverhütung, aber auch die Sicherung der Fluchtwege und Notausgänge sowie die Schaffung von Vorkehrungen für einen erfolgreichen Feuerwehreinsatz (beispielsweise Zufahrten freihalten). Der vorbeugende bauliche Brandschutz betrifft das Brandverhalten von Baustoffen, welches über sogenannte Baustoffklassen definiert wird. Das Brandverhalten von ganzen Bauteilen wird in Feuerwiderstandsklassen ausgedrückt (z. B. F-90-Wand). Zum vorbeugenden Brandschutz zählt auch die Abschottung von Maueröffnungen, durch die Kabel und Rohre geführt werden, damit Feuer nicht von einem Raum zum anderen übertreten kann. Der Brandschutz ist baugesetzlich geregelt. Für öffentliche Gebäude und Gewerbebetriebe sind besonders strenge Auflagen zu erfüllen, auch berufsgenossenschaftliche Vorschriften sind zu beachten.


Dach

Das Dach ist ein wichtiger Bestandteil der Gebäudehülle. Es gibt vielfältige Formen – vom Flachdach bis zum Krüppelwalmdach – und unterschiedliche Materialien wie Tondachziegel oder Dachbahnen. Tragekonstruktion für das Dach ist der Dachstuhl, das Massivdach kommt allerdings ohne Dachstuhl aus. Hinsichtlich der Wärmedämmung wird zwischen Kaltdach und Warmdach unterschieden. Das Flachdach kann auch als Umkehrdach konstruiert werden. Steil- und Gefälledächer werden in Deutschland überwiegend mit Tondachziegeln gedeckt. Beliebt, wenn auch aufwändig, ist die Eindeckung mit dem historischen Naturbaustoff Schiefer. Der Dachstein aus Beton ist eine weitere Alternative. Im privaten Hausbau hat auch das Metalldach seine Liebhaber gefunden.


Dachaufbau

Der Dachaufbau richtet sich danach, ob es sich um ein Steildach oder Flachdach, ein Warmdach oder Kaltdach handelt. Beim Steildach kommt es darauf an, ob das Dachgeschoss ausgebaut werden soll und ob eine Aufsparrendämmung, Zwischensparrendämmung oder Untersparrendämmung vorgenommen wird. Ein möglicher Dachaufbau für ein ausgebautes Dachgeschoss ist beispielsweise (von innen nach außen): Gipskartonplatten, Konterlattung, Dampfsperre, Klemmfilz oder Dämmkeile zwischen den Sparren, Unterspannbahn, doppelte Konterlattung zur Hinterlüftung der Dacheindeckung, Dacheindeckung.


Dachausbau

Als Dachausbau wird der Ausbau eines Dachgeschosses häufig für Wohnzwecke bezeichnet. Grundsätzlich gilt: Wer ein Dach ausbaut, muss die entsprechenden baurechtlichen Bestimmungen einhalten. Das sind im Wesentlichen die Vorschriften des Bundesbaugesetzes und die der jeweiligen Landesbauordnung. So ist beispielsweise sicherzustellen, dass die Bausubstanz einen Ausbau überhaupt zulässt. Außerdem sind die jeweiligen Vorgaben für die Wärmedämmung sowie für den Schall- und Brandschutz einzuhalten. Auch wenn häufig der Dachgeschossausbau für Besitzer von Einfamilienhäusern nicht genehmigungspflichtig ist, sollte immer das zuständige Bauamt oder ein Architekt bzw. Planer zu Rate gezogen werden. Für die Raumplanung ist zunächst die Dachform von großer Bedeutung. Hohe und steile Dächer wie zum Beispiel Satteldächer bieten die besten Voraussetzungen für einen Ausbau. Die meisten Landesbauordnungen verlangen, dass die Hälfte der Grundfläche über eine Raumhöhe von mindestens 2,40 Meter verfügt. Möglichst frühzeitig sollte man sich auch über den Zugang zum Dachgeschoss Gedanken machen. Während einläufige Treppen den direktesten Weg nach oben bieten, stellen Spindeltreppen eine besonders platzsparende Lösung dar. Bei der Planung der Heizung sowie der Wasser- und Stromanschlüsse ist fachmännischer Rat empfehlenswert. So sollte ein Installateur im Vorfeld prüfen, ob der Anschluss an die Ver- und Entsorgungsleitungen des Hauses gewährleistet ist. Ein entscheidender Faktor für hohe Wohnqualität im ausgebauten Dachgeschoss ist die Tageslichtplanung. Hier erweisen sich Dachwohnfenster als ideale Lösung.


Dachdämmung

Dächer müssen wärmegedämmt werden, das ist nach der EnEV (Energieeinsparverordnung) bindende Vorschrift. Man unterscheidet zwischen einer Teilflächendämmung – auch Zwischensparrendämmung genannt – und einer Vollflächendämmung. Bei der Renovierung von Altbauten bleibt meist keine andere Wahl, als eine Zwischensparrendämmung herzustellen. Es sei denn, es steht ohnehin eine Neueindeckung des Daches an. Dann ist auch eine Vollflächendämmung möglich. Die Vollflächendämmung oberhalb der Sparren hat einige Vorteile gegenüber der herkömmlichen Zwischensparrendämmung: Durch die vollflächige Verlegung entfallen die Wärmebrücken im Bereich der Sparren, was natürlich im Zuge der Energieeinsparverordnung von großer Bedeutung ist. Zudem ist die Sparrenhöhe nur nach statischen Erfordernissen zu bemessen. Im Vergleich zur Zwischensparrendämmung ergibt sich neben dem optischen auch ein räumlicher Gewinn. Der Raum zwischen den Sparrenfeldern kann beispielsweise für Einbauschränke genutzt werden. Eine Vollflächendämmung oberhalb der Sparren bedeutet auch eine Arbeitseinsparung, da der Dachwohnraum nach der Eindeckung fertig und sofort bewohnbar ist. Eine Verkleidung raumseitig, wie sie bei der Zwischensparrendämmung hergestellt werden muss, entfällt damit. Die Holzsparren bleiben also sichtbar, was die Wohnatmosphäre günstig beeinflusst. Als Materialien für die Dachdämmung kommen z. B. Mineralwolle, PUR-Hartschaum, Schaumkunststoffe aus EPS oder Holzfaserdämmplatten zum Einsatz. 


Dachgeschoss

Jedes Stockwerk über dem obersten Vollgeschoss wird baurechtlich als Dachgeschoss bezeichnet. Damit ein Dachgeschoss bewohnt werden darf, müssen zwei Drittel seiner Grundfläche die für Wohnräume erforderliche Geschosshöhe haben. Bei Neubauten kann das durch einen höheren Kniestock (Drempel) erreicht werden. Auch eine Gaube kann zur Erhöhung des Dachgeschosses beitragen. Als Vollgeschoss wird ein Stockwerk bezeichnet, wenn mehr als drei Viertel seiner Grundfläche eine Höhe von 2,30 m bzw. die in der Landesbauordnung geforderte Höhe aufweisen. Die Höhe wird von der Oberkante des Fußbodens bis zur Oberkante der Dachhaut gemessen, maßgeblich ist somit das Außenmaß. Das Dachgeschoss ist häufig zunächst Ausbaureserve und wird erst dann ausgebaut (siehe Dachausbau), wenn beispielsweise die Kinder älter sind und mehr Platz benötigen. 

 
Dampfbremse

Als Dampfbremse werden Folien bezeichnet, die insbesondere beim Dachausbau eingesetzt werden. Die Dampfbremse stellt genau wie die Dampfsperre die Luftdichtheit des Hauses her. Im Unterschied zur Dampfsperre wird die Wasserdampfdiffusion jedoch gebremst und nicht verhindert. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Dampfbremsen mit einem festen Dampfdiffusions-Widerstand und einem variablen Dampfdiffusions-Widerstand, sogenannten feuchteadaptiven Dampfbremsen wie z. B. der Vario® KM Duplex von ISOVER. 

 
Dampfsperre

Eine Dampfsperre ist eine Folie aus Kunststoff oder Aluminium. Sie verhindert das Eindringen von Wasserdampf in Materialien, die gegen Feuchtigkeit anfällig sind (Gefahr der Verrottung) oder deren Funktion bei Durchfeuchtung herabgesetzt ist. Die Dampfsperre wird bei der Innendämmung von Außenwänden oder Dächern auf der dem Raum zugewandten Seite angebracht. Nur so kann sie das Eindringen des im warmen Hausinneren entstehenden Wasserdampfes in die Dämmung unterbinden. 

 
Decke

Der obere Abschluss eines Raumes wird als Decke bezeichnet. An eine Decke werden verschiedene Anforderungen bezüglich Standsicherheit, Brandschutz, Schallschutz (Trittschallschutz) oder Wärmeschutz gestellt. Ist die Decke zugleich Dachdecke (z.B. bei Flachdächern), muss die Decke auch dem Feuchteschutz dienen. Die Hauptkonstruktionsarten sind die Balkendecke (z. B. Holzbalkendecke, Stahlsteindecke, Elementdecke aus Tonhohlplatten) und die Platten-/Scheibendecke (z. B. Stahlbetondecke). Stahlbetondecken werden häufig als Montagebauteile schon fertig oder teilweise fertig auf die Baustelle geliefert. Eine eher seltene Deckenvariante ist die aus fest verbundenen Holzkastenelementen zusammengesetzte Kastendecke. Getragen werden die Decken von den Außenwänden, tragenden Innenwänden oder bei Balkendecken auch von Stützen (z. B. im Fachwerk- oder Stahlbau). Häufig werden an die tragende Rohdecke Unterdecken / abgehängte Decken angebracht oder es werden zusätzliche Decken eingeschoben (Einschubdecken / Fehlboden). 


Dämmstoff

Der Dämmstoff ist ein Material zur Wärme- oder Schalldämmung von Bauteilen. Dämmstoffe können beispielsweise aus Kunststoffen wie Polystyrol ("Styropor"), Polyurethan, Mineralwolle wie Glaswolle, Steinwolle oder ULTIMATE, aus Schaumglas oder natürlichen Materialien wie Blähton, Zellulose, Holz-Weichfasern, Schafswolle oder Hanffasern bestehen. Dämmstoffe unterscheiden sich beispielsweise in Bezug auf ihre Wärmeleitfähigkeit, das Feuchtigkeitsverhalten, das Wärmespeichervermögen, das Rohgewicht und die Dampfdiffusion. Aus ökologischen Gründen spielen auch der Primärenergieverbrauch bei der Herstellung sowie die energetische Amortisation eine wichtige Rolle. Letztere gibt an, wie lange ein Dämmstoff im Einsatz sein muss, um die bei der Herstellung verbrauchte Energie eingespart zu haben. Das ist selbst im ungünstigsten Fall (Polyurethan) nach spätestens zwei Jahren der Fall. Die Wärmeleitfähigkeit eines Stoffes wird in Lambda (= W/mK) bemessen. Der Lambda-Wert gibt die Wärmemenge an, die durch einen ein Kubikmeter großen Würfel eines Stoffes dringt, wenn zwischen den beiden Seiten ein Temperaturunterschied von 1 °C herrscht. Je kleiner der Wert ist, desto besser dämmt das Material. Hat ein Material einen hohen Lambda-Wert, kann man mit größeren Dämmstoffdicken trotzdem eine hervorragende Wärmedämmung erzielen. Um eine Vergleichbarkeit der Dämmstoffe zu erreichen, werden diese in Wärmeleitgruppen eingeteilt. Dazu wird der Lambda-Wert mit dem Faktor 1.000 multipliziert. Das Feuchtigkeitsverhalten ist ebenfalls interessant, da Feuchtigkeit die Wärmedämmeigenschaften eines Baustoffes stark herabsetzen kann. Pflanzliche Dämmstoffe sind hier den synthetischen Varianten in der Regel überlegen. Das Wärmespeichervermögen macht sich besonders im Sommer bemerkbar. Ideal sind Dämmstoffe, die tagsüber bei großer Sonneneinwirkung viel Wärme speichern, um sie dann nachts, wenn es kühler geworden ist, wieder an die Außenluft abzugeben. Diese Dämmstoffe sorgen somit für ein ganzjährig behagliches Wohnraumklima. 


Eurofins Indoor Air Comfort Gold Gütezeichen

ISOVER Mineralwolle-Dämmstoffe für Innenanwendungen (Produktliste unter: www.isover.de) erfüllen die strengen Anforderungen des europaweit gültigen Gütezeichens Eurofins Indoor Air Comfort Gold. Dieses bestätigt, dass die ausgezeichneten ISOVER Dämmstoffe keine beeinträchtigenden Auswirkungen auf die Innenraumluft haben (unangenehme Gerüche, baubiologisch bedenkliche Emissionen). So trägt ISOVER zu einem gleichermaßen gesunden wie behaglichen Wohlfühlklima bei. 


Fassadensanierung

Ob Putzfassade, Holzfassade, Klinkerfassade oder sonstige Außenwandlösung – früher oder später wird eine Fassadensanierung bzw. Fassadenrenovierung fällig. Denn Sonne, Wind, Regen oder Frost machen jeder Fassade im Laufe der Zeit zu schaffen. Was sich deutlich durch Risse im Putz oder abblätternden Putz zeigt. Auch das Holz einer Holzfassade kann mit der Zeit Risse bekommen oder ausbleichen, wenn es nicht richtig gepflegt wird. Und sind die Fugen einer Klinkerfassade erst einmal brüchig, kann eindringendes Wasser die Bausubstanz gefährlich schädigen. Doch so unterschiedlich die Fassaden sind, so unterschiedlich sind auch die Sanierungsmethoden. Die Sanierungsmethode bzw. Renovierungsmethode hängt stark davon ab, wie sehr die Fassade in Mitleidenschaft gezogen ist. Oft reicht ein neuer Anstrich für die Putzfassade oder eine neue Lasur für die Holzfassade aus. In diesem Fall spricht man dann von einer Fassadenrenovierung. Bei einer Fassadensanierung geht es hingegen um mehr als reine Schönheitsreparaturen. Hier wird in der Regel die komplette Fassade ausgetauscht oder aber zusätzlich gedämmt und neu mit Putz oder einer Holzverschalung versehen. Bei einer Klinkerfassade reicht es meist aus, wenn die Fugen erneuert werden. Bei älteren Häusern muss häufig zusätzlich gedämmt werden. Eine Außendämmung ist hier in der Regel einer Innendämmung vorzuziehen. 

 
Feuchteschutz

Die meisten Schäden an Bauwerken entstehen durch die Einwirkung von Feuchtigkeit. Feuchtigkeit schadet oder zerstört Bauteile innerhalb kurzer Zeit und setzt deren Wärmedämmvermögen erheblich herab. Durch feuchte Wände und Decken entsteht zudem ein gesundheitsschädigendes Raumklima. Wichtiges Ziel ist es daher, Gebäude vor jeder Art von Feuchtigkeit zu schützen. Wasser und Feuchtigkeit können von außen und von innen in ein Bauwerk gelangen. Von außen gelangt Feuchtigkeit beispielsweise durch Grundwasser, Schichtenwasser, Sickerwasser, feuchte Außenluft, Regen oder Schnee ins Gebäude. Innen entsteht Feuchtigkeit bei der Bauherstellung (Neubaufeuchte), durch Wasser in Bädern und Küchen, durch Wasserdampfausatmung des Menschen oder durch Kondenswasser in Bauteilen. Durch geeignete Maßnahmen (z. B. Dampfsperren, richtiges Lüften) kann das Festsetzen von Feuchtigkeit bzw. die Entstehung von Tauwasser in den Bauteilen verhindert werden.  


G3 touch +

ISOVER G3 touch + steht für eine neue Generation Glaswolle. Dank verbesserter Rezeptur mit erhöhtem Anteil von Komponenten aus nachwachsenden Rohstoffen ist G3 touch + so ökologisch, nachhaltig und sicher wie bisher keine ISOVER Mineralwolle. Damit sind alle Glaswolle-Dämmstoffe in allen Wärmeleitstufen schon jetzt bestens für künftig möglicherweise steigende Anforderungen an emissionsarme Dämmstoffe gewappnet – denn die Emissionsminimierung von Baustoffen wird zunehmend wichtiger. Das Material erfüllt die hohen Anforderungen an die bewährte ISOVER Qualität unter Einsatz neuer Inhaltsstoffe. Die einzigartige Kombination von Premium-Qualität und innovativer Rezepturverbesserung bildet die Grundlage für ein perfektes Wohlfühlklima und hohe Raumluftqualität bei gleichzeitig ausgezeichnetem Wärme-, Schall- und Brandschutz. Dies belegt auch die Zertifizierung Eurofins Indoor Air Comfort Gold. Diese Auszeichnung tragen alle ISOVER Glaswolle-Produkte, die im Innenraum Anwendung finden. ISOVER gehört zu den wenigen Dämmstoff-Herstellern, die gleich bei mehreren Produkten die anspruchsvollen Kriterien dieses internationalen Zertifikats erfüllen. Darüber hinaus tragen alle Mineralwolle-Dämmstoffe von ISOVER, die für die Innendämmung angeboten werden, den Blauen Engel. 

 
GEV-Siegel EMICODE EC1 Plus

ISOVER Produkte mit dem Siegel EMICODE EC1 PLUS sind über zehnfach emissionsärmer als von der EU vorgeschrieben. So werden nach 28 Tagen TVOC-Werte von höchstens 60 µg/m3 (statt dem EU-Grenzwert 1.000 µg/m3) erreicht. Die Produkte werden auch nach der Erstprüfung immer wieder durch unabhängige Labore im erforderlichen Umfang stichprobenartig geprüft. So ist das EMICODE-Siegel auf ISOVER Vario® Produkten eine überzeugende Bestätigung, dass diese sehr emissionsarmen ISOVER Produkte verlässliche Sicherheit vor Raumluftbelastungen und somit eine hohe Umweltverträglichkeit bieten. 


Gipsfaserplatten 

Gipsfaserplatten zeichnen sich vor allem durch ihre besondere Stabilität und Oberflächengüte aus. Ihre verstärkten Fasern entstehen bei der Herstellung, indem dem verwendeten Gips Zellulosestoffe beigemengt werden. Gipsfaserplatten werden entsprechend immer dann eingesetzt, wenn Trockenbaukonstruktionen besonders großen Belastungen Stand halten sollen. Ihre außerordentliche Stabilität beweisen sie unter anderem als statisch mittragendes Element im Holzbau. Rigips bietet mit Rigidur ein breites Angebot an leistungsstarken, robusten Gipsfaserplatten für vielfältige Einsatzmöglichkeiten im trockenen Innenausbau.


Gipskartonplatten

Gipskartonplatten, auch Gipsplatten genannt, gibt es bereits seit 1894. In diesem Jahr wurden die Platten in Amerika zum Patent angemeldet, bevor sie gut 40 Jahre später mit einer ersten Gipsplattenfabrik in Riga Einzug in Europa hielten. Längst wird der Unternehmensname „Rigips“ immer wieder als Synonym für den trockenen Ausbau mit Gipskartonplatten gebraucht. Die Vorteile des Einsatzes von Gipskartonplatten liegen auf der Hand: Gips ist ein natürlicher, baubiologisch unbedenklicher Rohstoff, der in Räumen für ein besonders gutes Klima sorgt. Der Grund: Er nimmt Feuchtigkeit aus der Raumluft auf und gibt diese wieder ab, sobald die Temperaturen steigen. Die mit Gipskartonplatten besonders schlank realisierten Decken- und Wandkonstruktionen erzielen Schall- und Brandschutzwerte, die deutlich über den Werten vergleichbarer Massivbaukonstruktionen liegen. 

Gipskartonplatten etwa von Rigips gibt es für fast alle Anwendungsbereiche. Zur Auswahl stehen sowohl klassische Ausbauplatten als auch als Spezial-Gipsplatten mit besonderen, dem jeweiligen Einsatzbereich perfekt entsprechenden Eigenschaften.


Glaswolle

Glaswolle und Steinwolle werden mit dem Oberbegriff Mineralwolle zusammengefasst. Glaswolle besteht im Gegensatz zur Steinwolle zu einem Großteil aus Altglas. Bei der Herstellung entsteht ein Gespinst, das unverrottbar und gegen Schimmel, Fäulnis und Ungeziefer resistent ist. Zur Feuchte- und Formstabilisierung der Fasern werden Kunstharzbinder verwendet. Beim Kauf von Glaswolle-Dämmstoffen ist darauf zu achten, dass diese mit dem RAL-Gütezeichen "Erzeugnisse aus Mineralwolle" versehen sind. Die Verwendung ist bei Glaswolle und Steinwolle identisch. Näheres dazu unter dem Stichwort Mineralwolle. 


Holzbalkendecke

Holzbalkendecken sind Geschossdecken, deren tragende Elemente, die Balken, aus Holz sind. Neben der Holzbalkendecke aus Vollholz oder Konstruktionsvollholz werden auch Balkendecken aus Brettschichtholz, Furnierschichtholz oder Furnierstreifenholz hergestellt. Die Balken liegen auf den Außenwänden und den tragenden Innenwänden auf, eventuell auch auf speziellen Kragsteinen, die aus der Wand innen hervorragen. Der Abstand der Balken ist sehr unterschiedlich. In Wohngebäuden beträgt er üblicherweise 0,50 m bis 1,20 m, wobei jüngere Gebäude tendenziell geringere Abstände haben. Den oberen Abschluss, also die begehbare Fläche der Holzbalkendecke, bilden in der Regel die Dielen. Außerdem sind verschiedene Estricharten möglich – angefangen beim Trockenestrich über Zementestrich und Gussasphaltestrich bis hin zum Magnesiaestrich und Anhydritestrich. Zur Schall- und Wärmedämmung müssen bei Holzbalkendecken einige Maßnahmen ergriffen werden. Bei älteren Holzbalkendecken besteht die Füllung entweder aus Hochofenschlacke oder Sand, der auf einen sogenannten Blindboden aus Holzbrettern liegt. Dieser Aufbau wird auch als Fehlboden bezeichnet. Andere Arten der Füllung sind Formelemente aus Gips oder gebranntem Ton. Moderne oder modernisierte Decken haben zusätzlich eine Dämmung z. B. aus Mineralwolle. Auch Perlite findet als Ausgleichsschüttung unter Trockenestrich seinen Einsatz. Die Holzbalken bleiben von unten entweder sichtbar oder es wird eine Verkleidung angebracht. Hierfür eignen sich besonders Gipsbauplatten oder Holzpaneele. Ältere und nicht mehr gebräuchliche Holzbalkendecken sind die Kreuzstakendecke und die Windelbodendecke. 


Innendämmung

Die Innendämmung ist neben der Außen- und Kerndämmung die dritte Variante einer Fassadendämmung. Durch die Innendämmung ist es möglich, auch Fachwerk-Fassaden, denkmalgeschützte Gebäude oder Kellerwände zu dämmen. Wird der Dämmstoff von innen an die Außenwand aufgebracht, ist es notwendig, der Tauwasserproblematik erhöhte Aufmerksamkeit zu schenken. Da das massive Mauerwerk nach der Dämmung kälter ist als vorher (da der Wärmefluss von innen unterbrochen ist), kann die Feuchtigkeit in der möglicherweise ausströmenden Luft leichter im Mauerwerk kondensieren. Daher ist vor allem auf eine luftdichte Ausführung zu achten. 


Kantenschutz

Damit Trockenbauwände einen nachhaltig guten Eindruck machen, sind nicht zuletzt perfekte Ecken beziehungsweise Kanten das A und O. Ihre Ausbildung verlangt nach besonderer Sorgfalt und nimmt in der Regel einiges an Zeit in Anspruch. Kommen herkömmliche Alu-Eckleisten zum Einsatz, ist der Zeitaufwand noch einmal größer, denn diese müssen vor der Verarbeitung erst noch zugeschnitten werden. Ein weiterer Nachteil der Verarbeitung von handelsüblichen Alu-Eckleisten liegt in der nicht geringen Anzahl von Reklamationen. Ein Grund dafür kann etwa eine unsachgemäße Verklammerung sein, die im Laufe der Zeit zu Rostflecken geführt hat. Um auch langfristig beste Ergebnisse zu erzielen, hat Rigips den verarbeitungsfreundlichen Kantenschutz AquaBead entwickelt – eine Kombination aus einer Kunststoffleiste mit Papier-Ummantelung und einem stärkebasierten Kleber. Damit lassen sich 90°-Ecken nicht nur schneller und einfacher ausführen, sondern auch deutlich sicherer gegenüber unerwünschten „Anremplern“ machen.


Klemmfilz

Klemmfilz ist die Bezeichnung für einen elastischen Dämmstoff aus Mineralwolle, der zwischen zwei Bauteile geklemmt wird, z. B. zur Zwischensparrendämmung im Schrägdach. Klemmfilze werden in Dicken zwischen 100 und 240 mm geliefert. Bei der Verarbeitung erfolgt der Zuschnitt mit einer Überbreite von 10 mm des gemessenen lichten Sparrenabstandes. Diese Überbreite bewirkt den Klemmeffekt. Klemmfilze müssen also nicht zusätzlich mit Tellerdübeln o. ä. an den Sparren befestigt werden. Ebenfalls ohne Befestigungsmittel kommen Dämmkeile aus, dies sind Dreiecke, die miteinander zwischen den Sparren verkeilt werden. 


Klimamembran

Klimamembranen sind Baufolien, die wasserdicht und dabei atmungsaktiv sind. Ihre Atmungsaktivität kommt aber nur dann zum Tragen, wenn ein Energiegefälle in Form eines Temperaturgefälles von der Innen- zur Außenseite besteht. Ist dies nicht der Fall, verlieren Klimamembranen ihre Atmungsaktivität und werden quasi in beide Richtungen wasserundurchlässig. Die Membran besitzt demnach einen variablen Diffusionswiderstand, der sich an die Temperatur und Jahreszeit anpasst. Durch die Funktion einer Dampfbremse stoppt sie das Eindringen von Feuchte in Dach- und Wandkonstruktionen. Sie lässt aber auch überschüssige Feuchte entweichen und trocknet feuchte Konstruktionen aus. Bei alledem ist die Folie dennoch winddicht. Die Klimamembran wird auch als feuchteadaptive Dampfbremse bezeichnet. 


Mineralwolle

Glaswolle und Steinwolle werden als Mineralwolle bezeichnet. Zusammen machen die beiden Materialien rund 60 Prozent der in Deutschland verwendeten Dämmstoffe aus. Glaswolle besteht zu etwa 70 Prozent aus Altglas. Die Schmelze wird geschleudert, dabei entstehen Fasern, die mit Bakelit gebunden werden. Steinwolle wird ganz ähnlich produziert – allerdings besteht diese aus einem Gemisch aus Altglas, Sand, Feldspat, Dolomitstein und Recycling-Formsteinen. Dämmprodukte aus Mineralwolle werden in der Regel als Dämmfilze in Rollenform, als Dämmplatten oder für die sogenannte Zwischensparrendämmung als Klemmfilze geliefert. Sie dämmen sehr gut und sind nichtbrennbar, weshalb Mineralwolle gerne dort als Dämmstoff eingesetzt wird, wo neben einer hohen Wärmedämmung auch hohe Anforderungen an den Brandschutz zu erfüllen sind. Angeboten werden auch sogenannte Putzträger-Dämmplatten für Außenwände. Wie bei vielen anderen Baustoffen sind auch bei Mineralwolle-Dämmstoffen Verarbeitungshinweise und 
Schutzmaßnahmen zu beachten. 


Neubau

Als Neubau wird ein Gebäude vor allem aufgrund seiner Beschaffenheit und der während bestimmter Zeitperioden üblichen Bauweise bezeichnet. Im Wesentlichen sind Wohngebäude gemeint, die ab dem Zweiten Weltkrieg in typischer Plattenbauweise errichtet wurden. Der Beginn der Bauausführung von Betonwänden und -decken sowie Verbund- und Isolierglasfenstern markiert im Allgemeinen das Ende der Altbauära und wird in Deutschland meist auf das Jahr 1949 datiert. In dieser Form wird der Begriff zum Beispiel auch im Berliner Mietspiegel definiert und verwendet. Ein weiteres Kriterium, das gerne als typisch für einen Gründerzeitaltbau genannt wird, ist die lichte Raumhöhe von mehr als drei Metern. Als Neubau werden vereinzelt auch Gebäude bezeichnet, die vor Kurzem neu errichtet oder rekonstruiert wurden. Ein Gebäude gilt so lange als Neubau, bis es aufgrund von Standardanpassungen und alterungsbedingten Bauwerksmängeln zum ersten Mal durchgreifend saniert werden muss. Der Begriff des Neubaus steht im Gegensatz zum Begriff des Altbaus.  


PE-Folie

PE-Folie (Polyethylenfolie) hat im Baubereich unterschiedliche Einsatzgebiete. Sie wird bei Dächern, Decken und Außenwänden verwendet. Sie lässt Feuchtigkeit diffundieren und ist daher zur Abdichtung nicht geeignet. Als Dampfbremse lässt sich PE-Folie nageln, einspannen und kleben. Die Folie ist säure- und laugenbeständig, jedoch nicht witterungsbeständig. PE-Folie kommt auch bei Estrichen zum Einsatz. So muss die Dämmschicht bei unbeheizten Estrichen mit einer PE-Folie der Dicke 0,1 mm oder einem Erzeugnis mit vergleichbaren Eigenschaften abgedeckt werden. Bei Heizestrichen müssen PE-Folien mindestens 0,15 mm dick sein (besser 0,2 mm). Die Stoßüberdeckung der Bahnen muss generell 80 mm betragen. 


Putz

Die optimale Putzarbeit ist vor allem eine Frage des Untergrundes. Besteht dieser aus Ziegeln, Bimssteinen oder Hohlblocksteinen kann darauf direkt verputzt werden. Alle anderen Untergründe müssen sorgfältig vorbehandelt werden. Geschieht das nicht, sind Probleme vorprogrammiert: Handelt es sich um einen stark saugenden Untergrund wie Porenbeton, Porenziegel oder Kalksandstein reduziert sich mit einer unzureichenden oder fehlenden Vorbereitung die Verarbeitungszeit erheblich. Eine sichere Ausführung der Putzarbeit ist dann kaum noch möglich. Bei einem unterschiedlich saugenden Untergrund wie Mischmauerwerk oder Wänden aus kleinformatigen Kalksandsteinen können Probleme beim Filzen und Glätten auftreten. So kann das Fugenmaterial an den noch weichen Stellen durch die Filzscheibe bzw. Glättkelle wieder herausgerissen wird. Wird ein schwach saugender, glatter Untergrund wie glatter oder stark verdichteter Beton, glatte Hartschaumputzträger oder Styroporplatten nicht entsprechend vorbereitet, kann sich die komplette Putzschale ablösen. Die nadelförmigen Gipskristalle haben in diesem Fall keine Möglichkeit, sich an dem glatten Untergrund zu verkrallen. Um Probleme wie diese zu vermeiden und eine perfekte Vorbereitung des Untergrundes sicherzustellen, sollte dieser in jedem Fall zunächst gründlich gereinigt werden. Anschließend muss der Putzgrund je nach Beschaffenheit mit einer Haftbrücke oder Grundierung vorbehandelt werden. Dabei ist unbedingt darauf zu achten, dass die eingesetzten Produkte perfekt auf die vorliegende Untergrundart und das eingesetzte Putzsystem abgestimmt sind.


Profile

Trockenbauprofile zur Erstellung der Unterkonstruktion bestehen in der Regel aus Stahlblech. Sie zeichnen sich durch ihr geringes Gewicht aus, lassen sich einfach verarbeiten und sind nichtbrennbar. Erhältlich sind zum Beispiel Boden-, Wand- und Deckenprofile, die in Kombination mit den ausgewählten Trockenbauplatten und Zubehörteilen wie Verbinder, Befestiger oder Abhänger ein perfekt aufeinander abgestimmtes System bilden. Unterschieden wird hauptsächlich zwischen C-Deckenprofilen, U-Deckenprofilen, C-Wandprofilen, U-Wandprofilen und U-Aussteifungsprofilen. Die Bezeichnung C beziehungsweise U ergibt sich aus dem tatsächlichen Querschnitt des jeweiligen Profils. Unterscheidendes Kriterium sind außerdem die Steghöhe und Flanschbreite. Sämtliche Anschlussprofile sind im Querschnitt perfekt auf die Profile abgestimmt. Die nominelle Steghöhe der C-Wandprofile beträgt in der Regel 50, 75, 100, 125 oder 150 mm und entspricht damit den jeweiligen standardisierten Plattendicken. Die Flanschbreite eines C-Wandprofils beträgt nominell 50 mm. Damit sich die Profile verschachteln lassen, können sich die zwei Flansche eines Wandprofils in der Breite um das Maß 2×t (t = Blechdicke) unterscheiden. Das C-Deckenprofil verfügt nominell über eine Steghöhe von 60 mm und eine Flanschbreite von 27 mm. Die nominelle Blechdicke aller Profile beträgt in der Regel 0,6 mm. Ausgenommen davon sind U-Aussteifungsprofile, die mit einer Flanschbreite von 40 mm eine nominelle Blech­dicke von 2,0 mm aufweisen. Insgesamt gibt es ein großes Angebot unterschiedlichster Profilarten. Dazu gehören Weitspann- und Schallprofile ebenso wie Eck-, Anschluss- und Winkelprofile.


RAL-Gütezeichen

RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e. V. (kurz: RAL-Institut) ist ein eingetragener Verein mit Sitz in Sankt Augustin. Die Tätigkeit des RAL-Instituts erstreckt sich auf das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland. Auf internationaler Ebene vertritt es die deutschen Belange im Rahmen seiner Arbeitsbereiche:
RAL-Vereinbarungen
RAL-Registrierungen
RAL-Testate
RAL-Farben
Gewährzeichen geographischer Herkunft
Umweltzeichen
Das RAL-Institut vergibt auf Antrag von Gütegemeinschaften verschiedene Gütezeichen, entweder nach einem selbstständigen Anerkennungsverfahren oder unter Beteiligung von staatlichen Stellen. RAL-Gütezeichen finden vor allem dort Interesse und Anwendung, wo keine Normen oder Richtlinien bestehen, eine qualitative Aussage jedoch gewünscht ist. Das RAL-Gütezeichen „Erzeugnisse aus Mineralwolle“ garantiert auf allen ISOVER Mineralwolle-Produktverpackungen die Einhaltung der weltweit schärfsten Biolöslichkeitsanforderungen für Mineralwolle und bürgt somit für gesundheitliche Sicherheit bei der Verarbeitung. 


Restposten 

Saint-Gobain Restposten bzw. Sonderposten: In unserem E-Shop sind Restposten bzw. Sonderposten reguläre Produkte, bei denen die Verpackung verschmutzt oder beschädigt sein kann. Diese Produkte werden zeitweilig zu einem bevorzugten, nicht mehr rabattfähigen Festpreis angeboten. Eine Saint-Gobain Sonderpostenbestellung bezieht sich auf konkrete Produkte in einem Produktionsstandort von Saint-Gobain ISOVER G+H AG und/oder Saint-Gobain Rigips GmbH, von welchem die Lieferung ausgeht. Für unsere Sonderposten gelten besondere Lieferbedingungen (i. d. R. Lieferung innerhalb von 5-7 Werktagen nach Auftragsbestätigung). Die oben genannten Verschmutzungen und Beschädigungen stellen keinen Mangel i. S. d. § 434 BGB dar. Insoweit besteht kein Rücktrittsrecht. 


Rigips

Unter der Marke Rigips werden in Deutschland Gipsplatten und Gipsfaserplatten sowie leistungsfähige Zubehöre für die Anwendung in Gebäuden sowie für diverse Spezialanwendungen entwickelt, produziert und vermarktet. Das Unternehmen gehört seit 2005 zur Saint-Gobain Gruppe und ist der kompetente Partner für moderne und nachhal­tige Innenausbau- und Designlösungen sowie für hochwertige Systeme im Schallschutz, im Brandschutz, in der Wärmedämmung und im Akustikbereich. Die Erfolgsgeschichte des Trockenbaus in Europa ist maßgeblich mit Rigips verbunden. So ist der Markenname Rigips im Laufe der Zeit zum Synonym für eine ganze Branche geworden. In den USA wurde bereits 1894 die allererste Gipsplatte zum Patent angemeldet. Die erste Gipsplatten-Fabrik auf europäischem Boden entstand 1938 in Riga. Nach dem Krieg wurde im niedersächsischen Bodenwerder die „Vereinigte Baustoffwerke Bodenwerder GmbH“ gegründet, die 1961 in „Rigips“ umbenannt wurde. Für den wachsenden Erfolg der Trockenbauweise in Deutschland gibt es vielfältige Gründe. Zum einen ist Gips als Material von Natur aus gesund und wurde bereits vor rund 2000 Jahren als Baustoff verwendet. Zum anderen sind Rigips-Platten nicht nur baubiologisch unbedenklich, sie leisten auch einen wesentlichen Beitrag für das persönliche Wohlbefinden. Denn Gips hat die positive Eigenschaft, Feuchtigkeit aus der Raumluft aufzunehmen und bei steigenden Temperaturen wieder an diese abgeben zu können. Dadurch wird das Raumklima auf ganz natürliche Art und Weise reguliert und nahezu konstant gehalten. Diese materialtechnischen Eigenschaften hat sich Rigips immer wieder zunutze gemacht und über die Jahrzehnte hinweg Produkte und Systeme entwickelt, die den Wohnkomfort und die Lebensqualität der Menschen verbessert haben. Heute verbringen Menschen täglich bis zu 90 Prozent ihrer Zeit in geschlossenen Räumen – ob mit raumluftreinigenden Gipsfaserplatten oder der massiven Trockenbauplatte Rigips Habito – mit Innovationen wie diesen sorgt Rigips immer wieder für ein Plus an Komfort.


Schallschutz

Schallschutz ist, einfach gesagt, überall dort nötig, wo Lärm von außen in das Gebäude eindringen kann oder Geräusche innerhalb eines Gebäudes weitergetragen werden. Zum Schallschutz gehört es in erster Linie, die Übertragung von Luftschall und Körperschall zu unterbinden. Luftschalldämmung ist der Schutz gegen Lärm von außen, während Körperschalldämmung der Schallschutz innerhalb eines Gebäudes ist. Luftschall kommt vor allem durch Wände, Decken, Fenster und Türen in die Wohnung. Körperschall wird durch Rohrleitungen, Trittschall, Waschmaschinen oder Ähnliches übertragen. Die meisten Schallschutzmaßnahmen müssen schon beim Neubau berücksichtigt werden. Ist das nicht erfolgt, kann es schwierig sein, Schallschutzprobleme nachträglich zu lösen. Eine Maßnahme, die ohne Probleme nachträglich ergriffen werden kann, ist der Einbau von Lärmschutzfenstern oder schalldämmender Türen. Auch Rollläden und schallabweisende Balkonbrüstungen helfen, den Lärm zu reduzieren. Der Schallschutz bei Decken und Wänden sollte dagegen schon von vornherein Berücksichtigung finden.  


Spachtel

Perfekte Oberflächen von Wand und Decke sind das offensichtlichste Erkennungsmerkmal des hochwertigen Trockenbaus. Über 60 Prozent aller Flächen in Wohnhäusern und anderen Objekten werden heute in den Qualitätsstufen Q 3 und Q 4 ausgeführt.

Damit das Ergebnis stimmt, kommt es vor allem auf die Leistungsfähigkeit der Spachtelmasse und die richtige Technik an: Die Fugen zwischen den Gipskartonplatten bzw. Gipsfaserplatten müssen in allen Bereichen optimal verspachtelt sein. Verspachtelt wird grundsätzlich immer erst dann, wenn die gesamte Trockenbaukonstruktion fertiggestellt ist. Der passende Fugenspachtel – mit oder ohne Bewehrungsstreifen – wird entsprechend der jeweiligen Plattenkanten ausgewählt. Die Kanten müssen zuvor vollständig von Gipsresten und Staub befreit und gereinigt werden. Anschließend werden sie sorgfältig verspachtelt und geschliffen. Von besonderem Vorteil auf der Baustelle sind Spachtelmassen wie etwa VARIO 30 von Rigips, die sich leicht verarbeiten lassen, gut haften, schnell abgebunden sind und eine hohe Fugenfestigkeit aufweisen. Lassen sich diese außerdem sehr gut schleifen, steht schönen Wänden und Decken mit Oberflächen in einer Qualität von Q 1 bis Q 4 nichts mehr im Wege.
Steildach
Unter einem Steildach ist das geneigte Dach ab einer Dachneigung von etwa 30° zu verstehen. Hinsichtlich Aufbau, Dachform, Dachstuhl oder Dacheindeckung gibt es zahlreiche Unterschiede und Variationen. So unterscheidet man in puncto Aufbau in Warmdach und Kaltdach. Unterschiedliche Dachformen bilden zum Beispiel das Satteldach, Walmdach, Krüppelwalmdach oder Pultdach. Verschiedene Dachstuhlkonstruktionen verbergen sich hinter dem Sparrendach, Kehlbalkendach und Pfettendach. Bei der Dacheindeckung werden am häufigsten Dachziegel oder Dachsteine verwendet. Daneben gibt es das Steildach etwa als Reetdach, Metalldach, Schieferdach oder Gründach. Soll der Dachboden eines Steildachs ausgebaut werden, muss das Dach gedämmt werden. Bei einem Neubau ist die Aufsparrendämmung die beste Lösung. Bei einem nachträglichen Ausbau kommt meist die Zwischensparrendämmung, mitunter zusätzlich die Untersparrendämmung zum Einsatz. 


Steinwolle

Steinwolle wird zusammen mit Glaswolle zum Oberbegriff Mineralwolle zusammengefasst. Bei der Herstellung von Steinwolle wird im Gegensatz zur Glaswolle sehr viel weniger Altglas eingesetzt, hier werden vermehrt Mineralien wie Feldspat, Dolomit, Sand und Kalkstein oder Basalt und Diabas genutzt. Bei der Herstellung von Steinwolle entsteht ein Gespinst, das unverrottbar und gegen Schimmel, Fäulnis und Ungeziefer resistent ist. Zur Feuchte- und Formstabilisierung der Fasern werden Kunstharzbinder verwendet. Beim Kauf von Steinwolle-Dämmstoffen ist auf Produkte mit dem Hinweis "Hohe Biolöslichkeit" oder "KI 40" zu achten. Produkte, die mit dem RAL-Gütezeichen "Erzeugnisse aus Mineralwolle" versehen sind, erfüllen grundsätzlich die Kriterien von "KI 40" bzw. "hohe Biolöslichkeit". Näheres dazu unter dem Stichwort Mineralwolle. 


Technische Isolierung

Die nichtbrennbaren Dämmstoffe von ISOVER sind sowohl in Wohngebäuden als auch in Industrie-Anlagen im Einsatz. In häuslichen Heizungs- und Klimaanlagen, Kanälen und Warmwasserleitungen bieten sie einen optimalen Wärme- und Schallschutz. In der Betriebstechnik ist ISOVER Mineralwolle bei Bau und Betrieb industrieller Anlagen wie Kessel, Öfen und Behälter unverzichtbar. Und im Bereich der Energieversorgung sorgen die vielseitigen Dämmstoffe zum Beispiel für den verlustfreien Transport von Fernwärme. 
 

Trockenbau

Der moderne Trockenbau weist eine Reihe überzeugender Vorteile gegenüber der Massivbauweise auf: Er bietet eine enorme Bandbreite an Gestaltungsmöglichkeiten, ist besonders schnell, sicher und sauber in der Ausführung und erhöht darüber hinaus den Wohnkomfort in vielerlei Hinsicht. Insbesondere aus dem Wohnungsbau ist der Trockenbau heute nicht mehr wegzudenken. So lassen sich mit modernen Trockenbausystemen jederzeit neue Räume schaffen und diese bei Bedarf auch wieder ohne viel Aufwand zurückbauen. Je nach Wunsch können innerhalb kürzester Zeit Wände zusätzlich eingezogen oder samt Tür nach Belieben versetzt werden. Trockenbaukonstruktionen zeichnen sich zudem durch einen besonders schlanken Aufbau aus, wodurch bis zu sechs Prozent mehr Wohnraum gewonnen wird. Sie können umgehend eingebaut werden, sobald der Estrich ausreichend getrocknet ist. Installations- und Elektroarbeiten werden bereits parallel zur Beplankung ausgeführt, was für deutlich mehr Effizienz und einen noch schnelleren Baufortschritt sorgt. Trockenbaulösungen von Rigips überzeugen außerdem mit Schallschutzwerten, die denen vergleichbarer Massivbaulösungen weit überlegen sind. Nicht zuletzt sorgt der umweltfreundliche und baubiologisch unbedenkliche Baustoff Gips auf ganz natürliche Weise für ein angenehmes, wohngesundes Raumklima und ist darüber hinaus nichtbrennbar.

 
Unterdeck- und Unterspannbahn

Unterdeck- und Unterspannbahnen sind Folien- oder Vliesbahnen. Sie dienen in Steildächern als sogenannte zweite wasserführende Ebene zur Ableitung von Niederschlagswasser, wenn für einen begrenzten Zeitraum die erste wasserführende Ebene, üblicherweise eine Eindeckung mit Dachziegeln, nicht mehr funktionstüchtig oder während der Bauphase noch nicht vorhanden ist. Auch während der gesamten Nutzungsdauer eines Daches kann Feuchte durch die Ziegelzwischenräume unter die Dachhaut gelangen, z. B. in Form von Treibregen oder Flugschnee. Damit diese Feuchte in der Konstruktion keinen Schaden anrichten kann, werden Unterdeck- und Unterspannbahnen verwendet, die an die Dachrinnen angeschlossen werden und das Wasser dorthin ableiten. Unterdeckbahnen unterscheiden sich von Unterspannbahnen dadurch, dass sie auf der formstabilen Zwischensparren-Dämmung verlegt werden, während Unterdeckbahnen frei zwischen den Sparrenoberseiten gespannt werden.  
 

Untersparrendämmung

Aufgrund steigender Anforderungen an die energetische Qualität von Dächern ist die alleinige Dämmung zwischen den Sparren trotz Vollfüllung oft nicht mehr ausreichend. Aus diesem Grund muss in solchen Fällen zusätzlich zur Zwischensparrendämmung noch eine Untersparrendämmung eingebracht werden. Dazu wird zunächst eine Querlattung über der folienverkleideten Zwischensparrendämmung angebracht. Zwischen die Latten werden als Dämmstoff zum Beispiel ein Klemmfilz oder Dämmkeile eingeklemmt. Da durch die Untersparrendämmung Wohnraum verloren geht, empfiehlt sich soweit möglich eine Aufsparrendämmung.  


VOC Label A+ Auszeichnung

Das ISOVER Klebeband Vario® MultiTape ist nicht nur „Made in Germany“, sondern auch mit dem GEV-Siegel EMICODE EC1Plus und dem französischen VOC Label A+ ausgezeichnet. Damit steht es für ein sehr emissionsarmes Bauprodukt, das größtmögliche Sicherheit vor Raumluftbelastung, Gesundheitsschutz und hohe Umweltverträglichkeit bietet. 
 

Wärmedämmverbundsystem

Ein Wärmedämmverbundsystem (WDVS) stellt ein kombiniertes Klebe-, Montage- und Beschichtungssystem dar, wie es in der DIN V18559 beschrieben wird. Wärmedämmende Materialien (Styropor, Steinwolle, Holzwolle-Leichtbauplatten, Kork etc.) werden auf den Außenwänden eines Gebäudes befestigt (mit Klebemörtel, Dübeln und Halteleisten). Die Dämmung wird anschließend mit einer Beschichtung versehen. Diese Beschichtung besteht aus einem Unterputz (Armierungsschicht) und einer Schlussbeschichtung (Putz, keramische Bekleidung wie Riemchen oder Fliesen), die möglichst wasserabweisend (hydrophobiert) und dennoch wasserdampfdurchlässig (diffusionsoffen) sein sollte. Der Begriff Verbundsystem bringt zum Ausdruck, dass die einzelnen Komponenten des Systems ein aufeinander abgestimmter Verbund sind.